Welche Unternehmensform passt zu welchem Start-up?

Ein Handshake als Startschuss für eine langjährige Erfolgsgeschichte? Tatsächlich reicht ein Handshake oder eine mündliche Absprache zur Unternehmensgründung aus. Doch welche Unternehmensform ist denn jetzt wirklich geeignet für mein Start-up?

Grundsätzlich lässt sich innerhalb von Minuten ein eigenes Start-up gründen. Ob das immer so sinnvoll ist und was Ihr sonst noch beachten sollte, haben wir Euch hier in unserem neuesten Blogbeitrag zusammengefasst. Da wir uns in der Vergangenheit oft mit dem Thema Rechtsformen beschäftigt haben, wollen wir unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen Unternehmensformen teilen und Tipps geben, auf was Ihr bei der Wahl der Unternehmensform achten solltet.

Welche Unternehmensformen gibt es überhaupt?

GmbH, AG, GbR, OHG … alles unterschiedliche Rechtsformen für Unternehmen. Doch was sind die Vor- und Nachteile? Und welche Unternehmensformen sind relevant für Gründer?

Die einfachsten Unternehmensformen sind wohl die Personengesellschaften, bei denen die Gesellschafter persönlich haften. Beispielsweise die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder ein Einzel-Unternehmen. Der entscheidende Unterschied ist hier die Anzahl der Gesellschafter (Gründer). Denn eine GbR besteht aus mindestens zwei Personen, wohingegen ein Einzel-Unternehmen nur auf eine Person begrenzt ist. Aber auch eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) wäre möglich. Diese ähnelt einer GbR sehr stark, muss aber ins Handelsregister eingetragen werden.

Alternativ könnt Ihr auch eine Kapitalgesellschaft gründen. Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Unternehmergesellschaft (UG (haftungsbeschränkt)) haften die Gesellschafter nur in Höhe ihrer Einlage. Den größten Unterschied stellt hier wahrscheinlich das mindestens einzuzahlende Kapital dar. Bei einer GmbH müssen bei Gründung mindestens 12.500 € auf das Firmenkonto eingelegt werden. Eine UG lässt sich schon mit einer Stammeinlage von 1,00 € gründen.

Von der GbR zur Kapitalgesellschaft – BAGSOLATE‘s Werdegang

Der 09.07.2018, die Geburtsstunde von BAGSOLATE. An diesem Tag wurde BAGSOLATE als GbR gegründet. Die Unternehmensform der GbR ermöglichte es uns dabei, unkompliziert und ohne große Kosten unsere Firma zu gründen. Zwar hafteten wir zu dieser Zeit mit unserem Privatvermögen zu gleichen Teilen, hatten aber im Gegenzug große Freiheiten in der Gestaltung der Gesellschafterverträge. Zudem ist der buchhalterische Aufwand einer Personengesellschaft (z.B. GbR) um einiges geringer als bei einer Kapitalgesellschaft.

Nach ca. einem Jahr entschieden wir uns, BAGSOLATE auf eine neue Stufe zu bringen. Am 25.07.2019 wurde die BAGSOLATE UG (haftungsbeschränkt) durch die Eintragung im Handelsregister errichtet. Vorangegangen waren Gespräche mit einem Notar, der mit uns die Firmensatzung aufsetzte. Anschließend beurkundete er die Gründung unserer Unternehmergesellschaft, die bis heute erfolgreich besteht.

Erfahrungen aus unserem Werdegang und unserer Unternehmensform

Welche Erfahrungen haben wir nun mit unseren bisherigen Unternehmensformen gemacht? Was haben wir daraus gelernt? Und würden wir wieder so handeln?

Der Start als GbR war mit Sicherheit richtig. Kein großer Gründungsaufwand, keine hohen Kapitaleinlagen. Ein einfacher und schneller Start für unsere Idee. Wir konnten uns anfangs ausprobieren, ohne ein zu großes finanzielles Risiko einzugehen.

Unsere Situation änderte sich als wir vor einem Jahr anfingen, über die Unternehmensform der UG nachzudenken: Beschränkte Haftung; eine eigenständige juristische Person; bessere Einstiegsmöglichkeiten für Investoren etc… Die „kleine GmbH“ schien viele Vorteile zu haben. Aber natürlich hat sie auch Nachteile, die wir teils unterschätzt haben.

Beispielsweise muss eine Kapitalgesellschaft regelmäßig Bücher führen und es muss ein Jahresabschluss mit Bilanz und GuV erstellt werden, wohingegen bei der GbR eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung genügt. Und wer die Kosten eines Steuerberaters nicht zahlen will oder kann, der muss selbst Hand anlegen. Diesen zeitlichen Mehraufwand haben wir anfangs deutlich unterschätzt. Aber jeder Rückschlag bringt auch etwas Positives mit sich. So konnten Thomas und Felix ihre im Studium erlernten Kenntnisse weiterentwickeln und mithilfe von Lexware, einer Buchführungssoftware, den Jahresabschluss 2019 fertigstellen.

Brauche ich zwingend einen Notar?

Die Notarkosten der Gründung von ca. 1.000 € sollten junge Unternehmer auch keinesfalls vergessen. Hier stellt sich die Frage, ob der Schritt zu einer Kapitalgesellschaft wirklich schon nötig ist oder ob das Geld an anderer Stelle dringender gebraucht wird. Zudem muss jede Änderung der Satzung oder der Gesellschafterverhältnisse ebenfalls vom Notar beurkundet werden. Das verursacht zusätzlich Kosten.

Abschließend können wir sagen, dass der Schritt zur Kapitalgesellschaft vielleicht etwas früh war. Wir haben bisher eher die Nachteile der UG zu spüren bekommen; besonders in Form des größeren formalen und finanziellen Aufwands. Das heißt aber nicht, dass der Schritt falsch war. Denn früher oder später wäre die Unternehmensform der UG (oder GmbH) fast unumgänglich geworden. Denn je größer und erfolgreicher das Unternehmen wird, desto höher ist auch die Fallhöhe (Haftung). Die jetzt weitestgehend begrenzt ist.

Was andere Gründer aus unseren Erfahrungen lernen können

Tatsächlich kann eine GbR per Handschlag gegründet werden. Das ist aber sicherlich nicht der beste Weg. Auch wir haben damals Gesellschafterverträge aufgesetzt, in denen die wichtigsten Punkte, wie Anteile, Entscheidungsmehrheiten, Abfindungen etc. geregelt waren. Das macht auch Sinn und würden wir auch jedem raten. Die Gefahr, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Uneinigkeit oder Streit zwischen den Gründern entsteht, wird durch schriftliche Verträge deutlich reduziert. Trotzdem sollten Verträge auch nicht zu ausführlich gestaltet werden, da man sich sonst zu sehr in seinen Handlungsmöglichkeiten einschränkt.

Wer eine UG gründet, sollte sich darüber im Klaren sein, welcher finanzielle und zeitliche Mehraufwand auf einen zukommt. Dazu gehören nicht nur Gründungskosten beim Notar, sondern auch jegliche Buchführungskosten oder weitere Kosten für rechtliche Beratung.

Abschließend solltet Ihr aber nie vergessen, um was es wirklich geht. Es geht um das Produkt oder die Dienstleistung, die dein Start-up besonders macht. Die Rechtsform ist wichtig, keine Frage. Aber sie sollte nie so viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen, dass dein Produkt (deine DL) darunter leidet.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Unternehmensformen und was diese auszeichnet, findet ihr hier:

IHK München

IHK Regensburg

fuer-gruender.de

Ihr habt weitere Fragen? Schreibt uns doch einfach…

https://bagsolate.eu/contact/

oder schaut euch folgendes Video an.

Welche Unternehmensform passt zu welchem Start-up?

Ein Handshake als Startschuss für eine langjährige Erfolgsgeschichte? Tatsächlich reicht ein Handshake oder eine mündliche Absprache zur Unternehmensgründung aus. Doch welche Unternehmensform ist denn jetzt wirklich geeignet für mein Start-up?

Grundsätzlich lässt sich innerhalb von Minuten ein eigenes Start-up gründen. Ob das immer so sinnvoll ist und was Ihr sonst noch beachten sollte, haben wir Euch hier in unserem neuesten Blogbeitrag zusammengefasst. Da wir uns in der Vergangenheit oft mit dem Thema Rechtsformen beschäftigt haben, wollen wir unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen Unternehmensformen teilen und Tipps geben, auf was Ihr bei der Wahl der Unternehmensform achten solltet.

Welche Unternehmensformen gibt es überhaupt?

GmbH, AG, GbR, OHG … alles unterschiedliche Rechtsformen für Unternehmen. Doch was sind die Vor- und Nachteile? Und welche Unternehmensformen sind relevant für Gründer?

Die einfachsten Unternehmensformen sind wohl die Personengesellschaften, bei denen die Gesellschafter persönlich haften. Beispielsweise die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder ein Einzel-Unternehmen. Der entscheidende Unterschied ist hier die Anzahl der Gesellschafter (Gründer). Denn eine GbR besteht aus mindestens zwei Personen, wohingegen ein Einzel-Unternehmen nur auf eine Person begrenzt ist. Aber auch eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) wäre möglich. Diese ähnelt einer GbR sehr stark, muss aber ins Handelsregister eingetragen werden.

Alternativ könnt Ihr auch eine Kapitalgesellschaft gründen. Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Unternehmergesellschaft (UG (haftungsbeschränkt)) haften die Gesellschafter nur in Höhe ihrer Einlage. Den größten Unterschied stellt hier wahrscheinlich das mindestens einzuzahlende Kapital dar. Bei einer GmbH müssen bei Gründung mindestens 12.500 € auf das Firmenkonto eingelegt werden. Eine UG lässt sich schon mit einer Stammeinlage von 1,00 € gründen.

Von der GbR zur Kapitalgesellschaft – BAGSOLATE‘s Werdegang

Der 09.07.2018, die Geburtsstunde von BAGSOLATE. An diesem Tag wurde BAGSOLATE als GbR gegründet. Die Unternehmensform der GbR ermöglichte es uns dabei, unkompliziert und ohne große Kosten unsere Firma zu gründen. Zwar hafteten wir zu dieser Zeit mit unserem Privatvermögen zu gleichen Teilen, hatten aber im Gegenzug große Freiheiten in der Gestaltung der Gesellschafterverträge. Zudem ist der buchhalterische Aufwand einer Personengesellschaft (z.B. GbR) um einiges geringer als bei einer Kapitalgesellschaft.

Nach ca. einem Jahr entschieden wir uns, BAGSOLATE auf eine neue Stufe zu bringen. Am 25.07.2019 wurde die BAGSOLATE UG (haftungsbeschränkt) durch die Eintragung im Handelsregister errichtet. Vorangegangen waren Gespräche mit einem Notar, der mit uns die Firmensatzung aufsetzte. Anschließend beurkundete er die Gründung unserer Unternehmergesellschaft, die bis heute erfolgreich besteht.

Erfahrungen aus unserem Werdegang und unsere Unternehmensform

Welche Erfahrungen haben wir nun mit unseren bisherigen Unternehmensformen gemacht? Was haben wir daraus gelernt? Und würden wir wieder so handeln?

Der Start als GbR war mit Sicherheit richtig. Kein großer Gründungsaufwand, keine hohen Kapitaleinlagen. Ein einfacher und schneller Start für unsere Idee. Wir konnten uns anfangs ausprobieren, ohne ein zu großes finanzielles Risiko einzugehen.

Unsere Situation änderte sich als wir vor einem Jahr anfingen, über die Unternehmensform der UG nachzudenken: Beschränkte Haftung; eine eigenständige juristische Person; bessere Einstiegsmöglichkeiten für Investoren etc… Die „kleine GmbH“ schien viele Vorteile zu haben. Aber natürlich hat sie auch Nachteile, die wir teils unterschätzt haben.

Beispielsweise muss eine Kapitalgesellschaft regelmäßig Bücher führen und es muss ein Jahresabschluss mit Bilanz und GuV erstellt werden, wohingegen bei der GbR eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung genügt. Und wer die Kosten eines Steuerberaters nicht zahlen will oder kann, der muss selbst Hand anlegen. Diesen zeitlichen Mehraufwand haben wir anfangs deutlich unterschätzt. Aber jeder Rückschlag bringt auch etwas Positives mit sich. So konnten Thomas und Felix ihre im Studium erlernten Kenntnisse weiterentwickeln und mithilfe von Lexware, einer Buchführungssoftware, den Jahresabschluss 2019 fertigstellen.

Brauche ich zwingend einen Notar?

Die Notarkosten der Gründung von ca. 1.000 € sollten junge Unternehmer auch keinesfalls vergessen. Hier stellt sich die Frage, ob der Schritt zu einer Kapitalgesellschaft wirklich schon nötig ist oder ob das Geld an anderer Stelle dringender gebraucht wird. Zudem muss jede Änderung der Satzung oder der Gesellschafterverhältnisse ebenfalls vom Notar beurkundet werden. Das verursacht zusätzlich Kosten.

Abschließend können wir sagen, dass der Schritt zur Kapitalgesellschaft vielleicht etwas früh war. Wir haben bisher eher die Nachteile der UG zu spüren bekommen; besonders in Form des größeren formalen und finanziellen Aufwands. Das heißt aber nicht, dass der Schritt falsch war. Denn früher oder später wäre die Unternehmensform der UG (oder GmbH) fast unumgänglich geworden. Denn je größer und erfolgreicher das Unternehmen wird, desto höher ist auch die Fallhöhe (Haftung). Die jetzt weitestgehend begrenzt ist.

Was andere Gründer aus unseren Erfahrungen lernen können

Tatsächlich kann eine GbR per Handschlag gegründet werden. Das ist aber sicherlich nicht der beste Weg. Auch wir haben damals Gesellschafterverträge aufgesetzt, in denen die wichtigsten Punkte, wie Anteile, Entscheidungsmehrheiten, Abfindungen etc. geregelt waren. Das macht auch Sinn und würden wir auch jedem raten. Die Gefahr, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Uneinigkeit oder Streit zwischen den Gründern entsteht, wird durch schriftliche Verträge deutlich reduziert. Trotzdem sollten Verträge auch nicht zu ausführlich gestaltet werden, da man sich sonst zu sehr in seinen Handlungsmöglichkeiten einschränkt.

Wer eine UG gründet, sollte sich darüber im Klaren sein, welcher finanzielle und zeitliche Mehraufwand auf einen zukommt. Dazu gehören nicht nur Gründungskosten beim Notar, sondern auch jegliche Buchführungskosten oder weitere Kosten für rechtliche Beratung.

Abschließend solltet Ihr aber nie vergessen, um was es wirklich geht. Es geht um das Produkt oder die Dienstleistung, die dein Start-up besonders macht. Die Rechtsform ist wichtig, keine Frage. Aber sie sollte nie so viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen, dass dein Produkt (deine DL) darunter leidet.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Unternehmensformen und was diese auszeichnet, findet ihr hier:

IHK München

IHK Regensburg

fuer-gruender.de

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https://bagsolate.eu/contact/

oder schaut euch folgendes Video an.